KARLBARTOS.COM

 AudioVision, Berlin, rbb Sendesaal, 24.03. 2005
HOME NEWS LIVE MUSIC MULTIMEDIA BAND COMMUNITY GUESTBOOK MYSPACE SHOP CONTACT IMPRINT
DATE
Get latest news via RSS newsfeed

1st January 2008

DER FILM “CONTROL” INSPIRIERTE DIE HAMBURGERIN KATJA RUGE ZUM BUCH “FOTOREPORTAGE23”

Die Fotografin begab sich auf die Spuren des Joy-Division-Sängers Ian Curtis, dessen Geschichte nun ins Kino kommt.

Von Volker Behrens
Foto: Katja Ruge (c) Peter Walsh

Hamburg –
Dieser Film hat schon Folgen, bevor er überhaupt ins Kino kommt. Am 10. Januar startet “Control” über das kurze Leben und den frühen Tod von Ian Curtis, Sänger der Band Joy Division. Starfotograf Anton Corbijn führte erstmals Regie. Alexandra Maria Lara, die Curtis' Freundin Annik spielt, verliebte sich während der Dreharbeiten in Hauptdarsteller Sam Riley. Und die Hamburger Fotografin Katja Ruge hat einen Fotoband über Ian Curtis herausgegeben, der jetzt vorliegt.
THE MESSAGE
Ian Curtis starb 1980 durch Selbstmord. Musikalisch stand er mit seiner Band vor dem Durchbruch. Die Post-Punker hatten mehrere düstere Alben veröffentlicht und mit “Love Will Tear Us Apart” auch einen Hit. Aber sein kompliziertes Privatleben und vor allem ständige epileptische Anfälle setzten ihm so schwer zu, dass er sich erhängte.


Katja Ruge
Curtis war ein “Mancunian”, so nennt man Menschen aus Manchester, und Manchester ist Katja Ruges “zweite Heimatstadt”. Sie hat dort gelebt und in der Arbeiterstadt mit der großen Musiktradition ihren “Fotoassistenten-Feinschliff bekommen.” Als sie hörte, dass ein Film über das Leben von Curtis gedreht werden sollte, begann sie ihr eigenes Buchprojekt.

Die 37-jährige Hamburgerin hat gute Kontakte zur Musikszene, hat viel für die Magazine “Intro” und “Groove” gearbeitet. In ihrer “Fotoreportage23” nähert sie sich dem Thema von mehreren Seiten. Im ersten Teil des Buches hat sie 23 – so alt wurde Curtis – Orte in und um Manchester besucht, die für den Musiker wichtig waren. In Teil zwei erzählen 23 Menschen in eigenen Worten, welche Bedeutung Curtis für sie hat. Die Palette reicht vom im August gestorbenen britischen Musik- und TV-Impresario Tony Wilson bis zu Karl Bartos.

Fotografiert hat Ruge mit einer Holga 120 CFN. Die chinesische Plastikkamera, die um die 50 Dollar kostet, hat sie ausgewählt, “weil sie zur Ästhetik der 80er passte”. Der Norden Englands hatte damals unter der Atmosphäre eisiger sozialer Kälte zu leiden. Sie dachte aber auch an die Musik von Joy Division und empfindet: “Sie ist für mich der Inbegriff von Grau.” Deshalb finden sich auf den schwarz-weißen Fotos Unschärfen, Lichtflecken und Überblendungen.

Die temperamentvolle Ruge (“Bin kein Gruftie”) kennt Corbijns Film. Aber der Fotograf und Regisseur, der auch ein Buch zum Film veröffentlicht, “hat einen anderen Bezug zum Thema”, findet die Kollegin. Sie bedauert, Curtis nicht gekannt zu haben. “Er muss ein toller Mensch gewesen sein. Es hätte noch viel schöne Musik von ihm geben können.”

Katja Ruge. Fotoreportage23: In Search of Ian Curtis. Monitorpop, 144 Seiten, 29,95 Euro ; www.myspace.com/fotoreportage23

Anton Corbijn. Closer to “Control”. The Ian Curtis Movie. Schirmer/Mosel. 144 Seiten, 49,80 Euro erschienen am 31. Dezember 2007

SEARCH NEWS
Search news for
 
ARCHIVE
NEWSLETTER
Email address


ARCHIVE
View all former newsletters